Fins Bois bildet den Haupt-Cru des Weinguts, aber die Familie besitzt auch eine winzige Parzelle 3.5-hectare in der Borderies. Der Borderies kommt jedoch nicht in die Flasche. Er wird komplett an ein großes Haus verkauft. Insgesamt bewirtschaften sie beachtliche 108 Hektar Rebfläche, die sich auf sieben Gemeinden verteilen, die alle in einem Umkreis von 10 Kilometern um das Anwesen liegen. Diese geografische Verteilung dient einem praktischen Zweck: Sie mindert die Risiken, die von plötzlichen Wetterextremen ausgehen, da schädlicher Hagel oder Stürme selten alle Parzellen auf einmal treffen. Diese Episoden sind in der Regel sehr lokal begrenzt und treten an ganz bestimmten Orten mit großer Intensität und für relativ kurze Zeit auf.
Die Böden: Die Rebstöcke von Fins Bois sind überwiegend auf kalkhaltigen Groie-Böden angepflanzt, die eine frische, mineralische Qualität aufweisen. Bestimmte Parzellen in den tiefer gelegenen Gebieten (pays-bas) der Fins Bois weisen einen höheren Tongehalt auf, der den für die Destillation bestimmten Weinen Tiefe und Textur verleiht.
Rebsorten: Das Rückgrat der Cognac Produktion ist der Ugni Blanc, der sich aufgrund seiner Säure und seines klaren Profils perfekt für die Destillation eignet. Für den Pineau des Charentes wird der Ugni Blanc mit Montils, Colombard und Sémillon ergänzt, die jeweils eine einzigartige aromatische Nuance bieten.
Die Wetterbedingungen in dieser Ecke der Region können von einem Extrem zum anderen schwanken. Julie weist darauf hin, dass die Reben selbst recht widerstandsfähig sind, aber plötzliche Temperaturschwankungen können echten Stress verursachen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann - vor allem bei feuchten Böden - zu Problemen führen, die Behandlungen erforderlich machen, die nicht immer leicht durchzuführen sind, wenn der Boden aufgeweicht ist. Auf der anderen Seite ist die Hitze selbst weniger problematisch als die direkte Sonneneinstrahlung, die Blätter und Trauben verbrennen kann, wenn sie zu intensiv ist. Ja, auch Trauben können einen schweren Sonnenbrand bekommen, und das erweist sich in den heißesten und trockensten Jahren als ein Problem.