Chateau de Lacquy

Chateau de Lacquy

Dieses historische Anwesen in der Gascogne, das sich seit 1711 im Besitz der gleichen Familie befindet, ist ein Maßstab für Prestige. Auf seinem 400 Hektar großen Anwesen - darunter 25 Hektar Weinberge - inmitten einer Oase der Artenvielfalt kontrolliert das Château den gesamten Produktionszyklus: vom Anbau des Bodens über die natürliche Weinbereitung bis hin zur Destillation, langen Reifung und Abfüllung. Das Ergebnis ist ein Armagnac "Haute Couture" von absoluter Reinheit, der durch das seltene Terroir der Sables Fauves, die lokale Eiche und die Geduld von elf Generationen geprägt ist.

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Château de Lacquy heute

Château de Lacquy liegt im Grand Bas-Armagnac, der wegen seiner dichten Eichenwälder auch Armagnac Noir genannt wird. Gilles de Boisséson kümmert sich in der zehnten Generation um dieses Juwel, dem sich nun die elfte Generation anschließt. Das Weingut, das sich in einem einzigen Block befindet, bewahrt ein autonomes und handwerkliches Produktionsmodell. Die Produktion ist bewusst auf etwa 8.000 Flaschen pro Jahr begrenzt, um eine außergewöhnliche Qualität in jeder Flasche zu gewährleisten.

Die Identität von Lacquy ist auf Eleganz, Finesse und Ausgewogenheit aufgebaut. Die Armagnacs des Gutes zeichnen sich durch ihre Geschmeidigkeit und bemerkenswerte Länge am Gaumen aus und bieten eine aromatische Komplexität, die von Frühlingsblumen und kandierten Früchten bis zu edlen Gewürzen, Kakao und Röstnoten reicht. Das Sortiment umfasst Verschnitte mit Altersangabe, charaktervolle Jahrgänge, Fûts Uniques (Einzelfässer) und die prestigeträchtige Carafe des Siècles, eine besondere Cuvée, die 2011 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums des Erwerbs des Weinguts durch die Familie kreiert wurde.

Geschichte von Château de Lacquy

Die Geschichte von Château de Lacquy beginnt im Jahr 1711 mit dem Erwerb des Anwesens durch François Lubet. Schon lange vorher war das Land bekannt, denn es befand sich im Besitz berühmter gasconischer Familien wie der Familie Mesmes und der Familie Pontac von Château Haut-Brion. Bereits im 18. Jahrhundert bezeugen Archive den Ruf seiner Branntweine, die ab 1765 an eine anspruchsvolle Kundschaft von Kennern verkauft wurden.

Das heutige, 1777 erbaute Schloss und sein 1876 errichteter Reifekeller bilden das Herzstück des Weinguts. Dieser Keller mit seinen dicken Mauern und seinem Erdboden bietet die ideale thermische Trägheit für eine langsame Reifung. Das Weingut ist auch durch das Heldentum von Françoise de Greling de Boisséson geprägt, die hier 1943 einen Maquis der Résistance errichtete, eine mutige Tat, die ihr das Croix de Guerre einbrachte.

Die Lacquy-Methode

Auf Château de Lacquy wird Armagnac Rebsorte für Rebsorte aus Baco, Folle Blanche und Colombard gekeltert. Das Weingut bevorzugt natürliche Weine ohne jegliche Zusätze, die aus dem Saft der ersten Pressung hergestellt werden. Die Destillation erfolgt in der traditionellen, holzbefeuerten Brennblase aus dem Jahr 1939, und zwar in einem bewusst langsamen Tempo von nur zwei bis drei 420-Liter-Fässern pro Tag, um den reinsten Ausdruck der Aromen zu erhalten.

Die Reifung erfolgt für jede Rebsorte getrennt in 400- bis 420-Liter-Stieleichenfässern, von denen ein großer Teil, nämlich 40 bis 50 Prozent des Bestands, neue Fässer sind, die von einem lokalen handwerklichen Küfer hergestellt werden. Ein Schlüsselelement der Lacquy-Philosophie ist die Reinheit: Die Armagnacs enthalten garantiert keinen Zuckerzusatz, kein Karamell und keine Holzzusatzstoffe.

Eine tiefe Verbundenheit mit dem Ort

Château de Lacquy ist mehr als nur ein Weinberg, es ist ein lebendiges Ökosystem, in dem Agroforstwirtschaft und Polykulturen eine zentrale Rolle spielen. Die Rebstöcke stehen neben Eichenwäldern, Hecken und Obstgärten, und das auf einem Gut, das sich einer respektvollen und nachhaltigen Landwirtschaft verschrieben hat. Dieser positive Ansatz erstreckt sich bis hin zur Präsentation in der Flasche, deren Bestandteile hauptsächlich von lokalen und regionalen Partnern bezogen werden.

Internationale Anerkennung

Das Streben von Château de Lacquy nach Exzellenz wird regelmäßig von internationalen Kritikern gelobt. So wurde das Weingut zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren von der IWSC in London mit dem Titel "Best Brandy Producer of the World" ausgezeichnet. Seine Cuvées werden jedes Jahr bei der San Francisco World Spirits Competition, beim Concours Mondial de Bruxelles und vom Club Œnologique mit höchsten Auszeichnungen bedacht.

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